Umschlagtechnik

(Kräne, Bagger, Radlader und Stapler)

Vorstellung der in der DDR gebauten und importierten Umschlagtechnik, geordnet nach Eigenproduktion und Importe (nur selbstfahrende Fahrzeuge, keine Anbaugeräte > "Geräte")

Umschlagtechnik aus der DDR

DFG 1002/N Dieselgabelstapler  
Der DFG 1002/N vom VEB Schwermaschinenbau Verlade und Transportanlagen Leipzig, war ist ein Dieselgabelstapler mit einer Tragkraft von 1t. Er diente als Flurfördergerät zum Stapeln, Be- und Entladen sowie zum Transport von Paletten. Für den Antrieb sorgte ein Luftgekühlter Dieselmotor vom Typ 2 NVD 12,5 SRL (ex GD 2), der 19 PS bei 2000 U/min leistete. Das Getriebe war ein Zweiganschalt- und Wendegetriebe. Der Antrieb erfolgte über die Vorderachse und die Hinterachse war als Lenkachse ausgebildet. Am teleskopartig ausziehbaren Hubmast war war ein Hubschlitten für die Lastaufnahme, der auf und ab bewegt werden konnte. Gewöhnlich wurde mit der Gabel zur Lastaufnahme gearbeitet, aber auch ein Drehgerät, eine Rollenklammer, ein Kranarm, ein Dorn und Schaufeln mit 0,4, 0,6 und 0,8 m³ Inhalt waren lieferbar. Der Hubmast konnte Neigebewegungen zur Vorderachse hin ausführen. Weitere technische Daten: L/ B/ H 2843/ 1100/ 2190 mm, Wenderadius 1800 mm, Eigengewicht 2222 kg.*
 
DFG 1002/N Dieselgabelstapler

DFG 1002/N Dieselgabelstapler
 

DFG 2002/2N Dieselgabelstapler  
Der DFG 2002/N vom VEB Verlade- und Förderanlagen "Paul Fröhlich" in Leipzig ist ein Dieselgabelstapler mit 2Mp Tragkraft. Als Antriebsaggregat wurde der Motor 4 VD 8,8/8,5-1 SRF, mit einer Dauerleistung von 45 PS bei 3000 U/min, eingebaut. Der Fahrantrieb besteht aus einem automatischen Wandlergetriebe und lastschaltbarer Wendestufe. Durch das Wendegetriebe wird die Bedienarbeit beim Fahren auf ein  Minimum reduziert. Der Fahrer wählt nur die Fahrtrichtung und die Geschwindigkeit mit dem Reglerpedal, der Antrieb erfolgt auf die Vorderräder. Die Zugkraftanpassung erfolgt selbstständig durch den nach dem Trilok-Prinzip arbeitenden Drehmomentwandler. Die Lenkung ist vollhydraulisch ausgelegt und wirkt auf die Hinterräder. Der Teleskop-Hubmast hat eine max. Hubhöhe von 3200 mm und kann nach vorn und hinten geschwenkt werden. Für besondere Einsatzfälle konnten Sonderhubgerüste an Stelle des Normalhubgerüstes angebracht werden. Weitere techn. Daten: Nenntragkraft 2000 kg, Radstand 1600 mm, Spurweite vorn/ hinten 900/ 820 mm, Hubhöhe 3200 mm, Fahrzeug-Länge mit Gabelzinken 3430, Höhe mit Hubmast 2200 mm, Breite 1200 mm, Neigungswinkel des Hubmastes nach vorn/hinten 3°/8°.*
 
DFG 2002/2N Stapler, hier mit Palettendreheinrichtung

DFG 2002/2N Stapler, hier mit Palettendreheinrichtung
 

FSL 1500 Frontschaufellader (Prototyp)  
Auch in der DDR gab es Untersuchungen zum Einsatz von Frontschaufelladern. So wurde beim FZM in Meißen im Jahr 1982 ein ZT 303-D zum Frontschaufellader umgebaut, der für Betriebe mit einem Umschlagvolumen von mindestens 20.000 t/Jahr bestimmt war. Der ZT bekam dazu am Rahmen einen weiteren Hilfsrahmen angebaut, der dann auch den Frontlader trägt. Um Platz für die Fahrerkabine zu schaffen, wurden DK-Tank und Hydraulikölbehälter links und rechts außen angebaut. Die Kabine vom Typ E 930 wurde vom E 301 übernommen und mit einem extra Sturzrahmen versehen. Das Getriebe wurde nicht verändert, die Gänge liegen also spiegelverkehrt zum ZT 303, womit der FSL vorwärts mit  9,59 km /h  (3 Gang/II Gruppe) langsamer fährt als rückwärts. Für einen Lader im "Hofbereich" sicher ein anzunehmender Kompromiss. Die mögliche Zuladung beträgt 1500 kg beim Einsatz der Schwergutschaufel. Um die Werkzeuge schnell wechseln zu können wurde eine Werkzeugschnellwechselvorrichtung  angebaut, mir der der Bediener vom Fahrersitz in nur 5 min das Werkzeug wechseln konnte. Weitere Arbeitswerkzeuge waren: Schaufel für Mineraldünger, Schaufel für Körner- und Hackfrüchte, Stalldunggabel, Silogabel und ein Ausleger für die Stroheinlagerung. Zur Serienfertigung kam es leider nicht, und was aus den Forschungsmustern wurde ist leider nicht bekannt. Zum Abschluß eine Tabelle zum Vergleich mit dem T 174-2.*
  T 174-2 FSL 1500 Steigerung
 Düngerumschlag 110 t/h 127 t/h 15,5 %
 Kartoffelumschlag aus Miete 86 t/h 121 t/h 40,7 %
 Stalldungumschlag 80 t/h 133 t/h 66,2 %

 

FSL 1500 mit Schwergutschaufel

Der nach einem Brand wieder aufgebaute FSL 1500 mit
Schwergutschaufel
 

MTS-50/GGS Geländegängiger Gabelstapler  
Ab 1986 wurden im Kfl Potsdam, Sitz Neufahrland, Traktoren vom Typ MTS-50 Super zu Geländegängigen Gabelstaplern umgebaut. Die laut Kraftfahrzeugtechnischem Amt (KTA) mit „MTS-50/GGS“ bezeichneten Fahrzeuge waren speziell für Obstanbaubetriebe und den dortigen Umschlag von Paletten und Kisten vorgesehen. Der GGS wurde mit der der Fortschrittkabine E 915 ausgerüstet und heckseitig eine Hubgabel mit einer Tragkraft von 950 kg montiert. Weitere technische Daten: Eigenmasse: 4200 kg, Zul. Achslast vorn: 2700 kg, Zul. Achslast hinten: 1500 kg (lustig ist auch wie bei einer Eigenmasse von 4,2 t und einer zul. Achslast vorn/hinten von 2,7 + 1,5 = 4,2 t noch 950 kg Tragkraft hinsollen?), Tragkraft: 950 kg, Hubhöhe: 2,0 m, max. Vmax 20 km/h. Auch heute sind in einige dieser Traktoren in Obstbaubetrieben im Einsatz.*
 

MTS-50/GGS mit den Angaben "KfL Potsdam Fgst.Nr 3/90".
Die Angabe "KfL Zerbst Kom. Nr. 285 85" bleibt weiterhin unklar.
Schön zu sehen die typische "Schnauze" vom MTS-50 SUPER
und die Kabine vom E 301. Foto: Jens Buchholz
 

T 157 und T 157/1 hydraulischer Schwenkkran  
Der T 157 war speziell für die Bauwirtschaft und sollte eine Lücke zwischen Großbagger und Turmdrehkran schließen. Der Mobilkran war für alle kombinierten Transportarbeiten, Waggonentladung, Verlegung von Versorgungsleitung und andere Arbeiten vorgesehen. Der Motor, ein 2 Zylinder- Viertakt- Dieselmotor (Lizenz Warchalowski) hatte ein Hubvolumen von 1020 cm³ und leistete 16,5 PS bei 3000 U/min. Weitere technische Daten sind: Auslegerschwenkbereich 210°, Hubgeschwindigkeit 0,5 m/sec, kleinster Wenderadius 5m, zul. Nutzlast 750 kg, Vorwärtsgänge 8, Rückwärtsgänge 8, Geschwindigkeit 0,6 - 15 km/h Vorwärts- und Rückwärts, größter Schwenkbereich 10 m und kleinster 3,5 m im Durchmesser, Radstand 2650 mm. Eine Rotationskolbenpumpe mit einer Leistung von 34 l/min wird über eine elastische Kupplung von der Zapfwelle angetrieben und gibt der Hydraulikanlage den Betriebsdruck bis max. 120 atü. Der T 157/1 ist speziell auf die Landwirtschaft abgestimmt, hat dazu einen verkürzten Lastarm, womit sich der größte Arbeitsbereich ist auf  8 m vermindert. Wegen der oft beengten Raumverhältnisse wurde auch die Abstützung geändert. Die Arme sind nicht mehr ausschwenkbar, sondern liegen in Radspurlinie. Ein paar spezielle Daten zum T 157/1 noch: Größte Ausschütthöhe mit Greifer 350 mm, größte Grabtiefe 1,40 m. Diese Kräne sind zwar sehr selten, aber wie man rechts sieht heute dennoch vereinzelt noch zu finden.*
 
T 157, erkennbar am langem Lastarm, Foto: Michael Noack

T 157, erkennbar am langem Lastarm, Foto: Michael Noack
 

T 157/2 "Empor" hydraulischer Universallader  
Der T 157/2 ist eine Weiterentwicklung des T 157/1. Zum Antrieb wurde der 2 KVD 9 SVL mit 18 PS eingebaut. Die Treibachse wurde vom RS 09/GT 122 übernommen, das Getriebe hat 4 Gänge und 2  Gruppen mit denen bis 18 km/h erreicht werden konnten. Der neue Vorderachskörper wurde mittels Untergestell mit dem alten Triebwerk verbunden. Auf dem Untergestell wurde der Drehturm mit dem Kranteil montiert und auch die hydraulisch ausfahrbaren Abstützungen waren hier montiert. Die max. Tragkraft betrug 750 kp. Sehr vielfältig waren die damals schon vorhandenen Zusatzgeräte wie: hydr. Holzgreifer, hydr. Erdlochbohrer, mech. Mast- und Blockzange, Vakuumlasthaftgerät, Graben- und Gründungsgreifer, sowie eine Greiferverlängerung. Nachteilig war die Lieferung ohne Kabine. Hier behalf man sich mit Kabinen ausgemusterter Zetor 50 Super. Weitere technische Daten: L/ B/ H (Transport) 5000/ 2000/ 2800 mm, Spurweite v/h 1675/ 1510 mm, Dienstgewicht 3700 kg, Radstand 2750 mm, Wenderadius 7000 mm, max. Grabtiefe 1600 mm, max. Ausschütthöhe 3600 mm, max. Reichweite Ausleger 2800 mm.*
 
T 157/2 mit Dunggreifer

T 157/2 mit Dunggreifer
 

T 159 Mobilkran/Bagger   
Der T 159 wurde beim VEB Landmaschinenbau "Rotes Banner" in Döbeln hergestellt und auch  als Mobildrehkran MDK 16 bezeichnet. Als Motor wurde der 2 VD 14,5/12-1 SRL mit 34,5 PS (nach DIN) verwendet. Der Antrieb erfolgte über die Vorderachse, das mechanische Getriebe hatte 4+1 Gänge,  die Lenkung übernahm die Hinterachse. Der Fahrgeschwindigkeitsbereich reichten von 3,6 - 22 km/h. Der über der Vorderachse montierte Drehturm mit Haupt- und Knickausleger hatte einen Drehbereich von 230°. Die Tragkraft lag zwischen 600 und 1800 kg, je nach Auslegerstellung. Hinter den angetriebenen Vorderrädern waren zusätzliche hydraulisch ausfahrbare Abstützausleger vorhanden. Besonderer wert wurde auf eine universelle Ausrüstung mit Arbeitswerkzeugen und deren leichte Austauschbarkeit gelegt, damit der Kran in allen Wirtschaftszweigen eingesetzt werden konnte. Das Greifergrundgerüst ließ sich zum Grab-, Schüttgut-, Zinken- und Hackfruchtgreifer komplettieren. Eine hydraulische Greiferdreheinrichtung erweiterte den Wirkungsbereich und ersparte Fahrbewegungen des Kranes. Zur Grundausstattung gehörte auch eine mechanisch verstellbare Lastarmverlängerung mit einer zusätzlich lieferbaren Greiferverlängerung. Die Umschlagleistungen wurden angegeben mit 90 t/h bei Sand, 80 t/h bei Mineraldünger mit den Schüttgutschalen, und mit 70t/h bei Stalldung mit den Zinkenleisten. Die Produktion wurde später nach Rumänien verlagert, und es entstand die modifizierte Variante TIH-445. Weitere technische Daten: L/ B/ H (Transportstellung) 5400/ 2275/ 3600 mm, Spurweite v/h 1885/ 1770 mm, Achsabstand 2650 mm, Hubhöhe am Lasthaken 5600 mm, Unterkante offener Greifer 4850 mm, Wenderadius 5600 mm, Bodenfreiheit 350 mm, Drehgeschwindigkeit 1,56 m/sec, Greiferöffnungszeit 1,5 sec, Hubgeschwindigkeit 0,8 m/sec, Senkgeschwindigkeit 1,0 m/sec, Bergsteigfähigkeit im 1. Gang etwa 30 %.*
 
Mobilkran T 159 aus Döbeln

Mobilkran T 159 aus Döbeln
 

T 174-1 Mobilkran/Bagger  
Der T 174 vom VEB Weimar Werk war der erste Kran, der mit der Kabine um 360° gedreht werden konnte und alle Funktionen vollhydraulisch betätigt wurden. Als Motor wurde der 2 VD 14,5/12-0 SRL mit 36 PS vom VEB Dieselmotorenwerk Schönebeck verwendet. Mit dem 4-Gang Getriebe konnte der Kran auf Straßen eine Geschwindigkeit von 18 km/h erreichen. Die Bremsanlage war mechanisch mit hydraulischer Unterstützung, die Handbremse hydraulisch wirkend. Die Lenkung war mechanisch mit Servo-hydraulischer Unterstützung. Die Steigfähigkeit lag bei bis 20 % ohne, und bis 35 % mit Allrad. Die Radialkolbenpumpe für den Betrieb der Hydraulik wird vom Motor über eine Fliehkraftkupplung angetrieben, der max. Förderstrom beträgt 100 l/min, der max. Druck 160 kp/cm². Die Tragfähigkeit des Kranes lag bei max.2 Mp. Die Umschlagleistung (z.b. Sand) wurde mit bis zu 100 t/h angegeben, es standen Greiferschalen der Größen 0,16, 0,32 und 0,63 m³ zur Verfügung. Die weitere Kranausrüstung bestand aus verschiedenen Greifergerüsten, Lasthaken, Drehkopf, Holzzange sowie einem Umrüstsatz für Hoch- und Tieflöffelbetrieb mit Universallöffel, Dränlöffel und Schwenkschaufel. Der Kran konnte auch durch einen Lkw abgeschleppt werden, die max. Schleppgeschwindigkeit betrug dabei 20 km/h. Der Kran wurde dabei über die Schleppstange zwangsgelenkt, die Druckluftbremse war auch wirksam. Weitere technische Daten: L/ B/ H 6800/ 2500/ 3200 mm, Masse mit Ausleger und Lasthaken 7200 kg, Achsstand 2350 mm, Spurweite v/h 2120 mm, Wenderadius 7000 mm, Bereifung v/h 12,5-20 EM, Oberwagendrehzahl 4,8 U/min, max. Hubgeschwindigkeit mit Nennlast 0,5-0,6 m/s, max. Senkgeschwindigkeit 0,9 m/s.*
 
Mobilkran T 174/1 aus Weimar

Mobilbagger T 174-1
 

T 174-2 Mobilkran/Bagger  
Der T 174-2 entspricht weitestgehend dem T 174-1, jedoch gab es einige Detailverbesserungen. So wurde hinter an der Hinterachse eine hydraulisch-ausfahrbare Abstützung angebracht, womit die Standsicherheit und zulässige Tragkraft auf  max. 2,5t erhöht werden konnte. Die Bremsanlage wurde Druckluft-hydraulisch kombiniert ausgeführt, und die Lenkung ist nun vollhydraulisch betätigt. Die Bemühungen um einen T 174 Nachfolger mündeten in dem Projekt "T 174-260", daß aber dann zugunsten des T 185 aufgegeben wurde, und es beim Bau eines Prototypen blieb.*
 
T 174-2 mit Tieflöffelausrüstung

T 174-2 mit Tieflöffelausrüstung
 

T 188 Mobilkran/Bagger  
Der Unterwagen ist eine Neukonstruktion, und das Oberteil wurde in Teilen vom T 185 übernommen. Der Motor stammt vom ZT 323, wurde jedoch in der Drehzahl gedrosselt. Größte Neuerungen waren der hydr. Fahrantrieb mit 2 Geschwindigkeitsstufen und die patentierte Hydraulikanlage, die nur soviel Öl zur Verfügung stellt, wie gerade benötigt wird. Die Steigfähigkeit lag bei max. 50 %, womit der Kran im Gelände extrem wendig war. Die max. Schürfkraft beträgt 65 kN und die max. Tragfähigkeit liegt bei 3,6 t. Die Varianten sind:  A02= Abstützung an der Hinterachse, A03 = Abstützung hinten und Planierschild vorn, A04=Abstützung vorn und hinten. Weitere Möglichkeiten bestehen mit Kranhaken, und Umrüstung auf Hoch- oder Tieflöffel.*
 
T 188 A 03 (Abstützung hinten + Planierschild vorn)

T 188 A 03 (Abstützung hinten + Planierschild vorn)
 

 

Umschlagtechnik aus UdSSR

EO-2621A Hydraulikbagger  
Der sowjetische Traktor-Bagger EO-2621A wurde im Werk "Roter Bagger" in Kiew hergestellt und oft im Meliorationswesen der DDR eingesetzt. Der Bagger entstand auf der Grundlage des Traktors JuMS 3-6M. Der Motor leistete 60 PS. In der Ausrüstung mit Hoch- oder Tieflöffel ist er zur Durchführung von Erd- und Ladearbeiten ausgelegt, sein Haupteinsatzgebiet war das Meliorationswesen. Das Schiebeschild erweitert die Einsatzmöglichkeiten. Die max. Grabtiefe beträgt 3m. Die Kraft an der Schneidkante des Löffels beträgt 2570 kp. Das Volumen des Hauptlöffels beträgt 0,275 m³. Die Geschwindigkeit beträgt 2,1 - 19 km/h. Zum Bedienen des Baggers muß einfach der Fahrersitz umgeklappt werden, womit ein schneller Wechsel von Straßenfahrt zur Arbeitsstellung möglich war. Mitunter sind diese Bagger heute noch zu finden.*
 

EO-2621A mit Greifer statt Löffel
 

 

Umschlagtechnik aus der CSSR

UN 050 Universal Schwenkschaufellader  
Der UN 050 wurde 1972 auf der Messe in Brünn (CSSR) ausgestellt und danach auch in die DDR importiert. Der hydraulische Schwenklader hat eine max. Tragfähigkeit von 1200 kg und ist für Erd- und Ladearbeiten bestimmt. Durch eine Vielzahl von auswechselbaren Arbeitsausrüstungen sind das Auf- und Abladen, der Transport von Erdmassen und Schüttgütern, der Umschlag von Lasten sowie Baggerarbeiten möglich. Das Schwenken um jeweils 90° nach beiden Seiten erhöht die Nutzbarkeit. Der 4 Zylindermotor vom Typ Zetor 6701 hat eine Leistung von 58 PS (43 kW) bei 2200 U/min. Die vordere Achse ist als Antriebs- und die hintere als Lenkachse ausgebildet. Die hydrostatische Kraftübertragung ermöglicht eine stufenlose Geschwindigkeitsregelung unter Belastung von 0 - 24 km/h. Die pneumatische Einkreis Backenbremse wirkt auf alle Räder und die großräumige Kabine ist federnd gelagert. Als Arbeitsgeräte standen zur Verfügung, eine Bruchsteinschaufel 0,4 m³, Erzschaufel 0,25 m³, Schaufel für leichtes Material 1,2 m³ , Rostschaufel 1,0 m³, Palettengabel, Gabel für Rundholz, Tieflöffelvorrichtung, Hubausleger für verschiedene Greifer und Haken. Weitere techn. Daten: Nutzinhalt Standardschaufel 0,5 m³, max. Ausschütthöhe/weite 2500/2660 mm, L/ B/ H 6400/ 2310/ 2880 mm, Eigenmasse mit Schaufel 7000 kg, theoretische Umschlagleistung  95 m³/h, Schütthöhe mit Schaufel ca. 2,5 m, Bereifung vorn 14,00 - 24", hinten 8,25 - 20".*
 
Schwenkschaufellader UN 050

Schwenkschaufellader UN 050 (Bj. 1980)
 

 

Umschlagtechnik aus Rumänien

TIH 445 / TIH 445-DH Mobilkran/Bagger  
Nach der Produktionsverlagerung vom VEB Landmaschinenbau "Rotes Banner" Döbeln wurde der T 159 modifiziert, und es entstand im Landmaschinenwerk ">„7. November“ in Craiova, der TIH 445. Als Motor wurde ein 3 Zylinder-Dieselmotor vom Typ D-115 mit 45 PS bei 2400 U/min verwendet. Die Gesamtmasse des Kranes mit Greifer beträgt 5,1 t. Der Druck für die Arbeitshydraulik wird von einer Zahnradpumpe erzeugt, die über 2 Zwischenwellen vom Getriebe angetrieben wird und über ein Druckbegrenzungsventil eine vier- und eine dreiteilige Wegebatterie speist. Einige Geschwindigkeiten: Heben 0,8 m/s, Senken 1,0 m/s und Drehen 1,56 m/s. Der Drehbereich des Auslegers beträgt 225°. Die vor der Vorderachse angebrachten hydraulisch ausfahrbaren Abstützausleger sichern jederzeit einen sicheren Stand des Kranes. Mit dem Lasthaken ist eine max. Hubhöhe von 5600 mm erreichbar. Zusatzausrüstungen sind u.a.: verschiedene Schüttgutschalen, Mehrschalengreifer und Greiferverlängerung. Der TIH 445 erreicht beim Umschlag landwirtschaftlicher Schüttgüter wie Stalldung, Hackfrüchte oder Düngemittel eine Umschlagleistung von 40 - 50 t/h. 1977 wurde eine Doppel-Hydraulikanlage (2-Kreis) eingebaut und das Modell als TIH 445-DH bezeichnet.*
 
TIH 445-DH

TIH 445-DH

 

Umschlagtechnik aus der VR Polen

L-2 / L-2A Radlader  
Der L-2 Radlader wurde in Polen bei der Firma Fadroma hergestellt. Das genaue Erscheinungsjahr ist nicht bekannt, doch war der Radlader 1970 schon im Programm. Der Radlader L-2 war damals eine neuzeitliche und universelle Maschine von breitem Anwendungsbereich, hohem Fertigungsstandard und hoher Leistung. Das Antriebsaggregat war ein Andoria SW 400/L2 (Leyland-Lizenz) mit 6 Zylinder und 115 PS bei 2300 U/min. Das Getriebe war ein Viergang-Vollwendegetriebe mit Drehmomentwandler welches unter voller Belastung schaltbar war, und Geschwindigkeiten bis 38 km/h erlaubte. Als Arbeitswerkzeuge standen verschiedene Schaufeln von 1,5 m³ (Standard), 1,0 m³, 1,25 m³, 1,8 m³ und 2,35 m³ zur Verfügung. Das Gesamtgewicht des Radladers betrug 9 t.*
 
L-2A Radlader

L-2A Radlader
 

* Quellennachweis:
- Prospekte und Bedienungsanleitungen VEB Schwermaschinenbau Verlade und Transportanlagen Leipzig
- Artikelkatalog Rationalisierungsmittel Pflanzenproduktion
- Prospekte und Bedienungsanleitungen VEB Landmaschinenbau Döbeln
- Prospekte und Bedienungsanleitungen VEB Weimar-Werk
- Prospekte und Bedienungsanleitung Bedienungsanleitung Fa.TRAKTOROEXPORT
- Prospekte und Bedienungsanleitung PPS DETVA
- Bedienungsanleitungen Landmaschinenwerk „7. November“, Craiova
- Prüfberichte ZPL Potsdam-Bornim

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